1904 wurde in Köln die Akademie für praktische Medizin eingerichtet, eine den städtischen Krankenanstalten angegliederte klinische Lehranstalt.
Solche Postgraduierteneinrichtungen sollten nach Plänen des preußischen Kultusministeriums
jungen Medizinern nach Staatsexamen und Approbation die Gelegenheit geben, das von der neuen Ausbildungsordnung des Jahres 1902 geforderte praktische Jahr abzuleisten. Darüber hinaus sollten die Akademien der Fortbildung der Ärzte dienen.
Während die anderen Betriebsteile der städtischen Krankenanstalten in Köln für diese Aufgabe nachträglich mit Hörsälen ausgestattet wurden, war das Großkrankenhaus auf der Lindenburg als Klinik, also als ein Ausbildungskrankenhaus geplant.
Bei der Gründung der neuen Kölner Universität im Jahr 1919 wurde die Akademie für Praktische Medizin zur Medizinischen Fakultät und ihre Lehrstätten zu Universitätskliniken. Sogleich konnte ein klinischer Studiengang angeboten werden, im Frühjahr 1925 konnte auch die vorklinische Lehre angeboten werden.
Friedrich Moritz (1861-1931) war als Direktor der Medizinischen Klinik Lindenburg seit 1911 Professor der Akademie. Seine Lehrerrolle und Fragen der medizinisch-ärztlichen Didaktik spielten für ihn eine wichtige Rolle. Das Foto zeigt ihn in einem Fortbildungskurs für Ärzte, wie das Alter der Teilnehmer erkennen lässt. Moritz gehörte zu den Vorkämpfern der Universität. 1920 wurde er der erste Rektor, den die Medizinische Fakultät stellte.
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