Zuckerkrankheit und Auge


In den westlichen Industrienationen gehört die Diabetische Retinopathie zu den häufigsten Erblindungsursache bereits vor Erreichen des Rentenalters.
Die Diabetische Retinopathie schädigt die retinalen Blutgefäße in vielfältiger Weise: Neben pathologischen Kapillarverschlüssen findet man Gefäßleckagen, Blutungen und schließlich das Aussprossen abnormer Gefäßneubildungen in den Glaskörper.

Unter Diabetischer Makulopathie versteht man eine Ödembildung im Bereich der Makula durch die gesteigerte Gefäßpermeabilität. Auch eine rechtzeitige Laserbehandlung kann der Diabetischen Makulopathie nicht befriedigend vorbeugen.

Ziel unserer Untersuchungen ist es, das gestörte Gleichgewicht zwischen Wachstumsfaktoren und deren Inhibitoren bei der Diabetischen Retinopathie wiederherzustellen und damit neue, effektive Therapieformen zu gewinnen. Wir haben zeigen können, dass die weißen Blutzellen die Gefäßwandzellen bei der Diabetischen Retinopathie schädigen und dadurch eine Gefäßleckage, wie wir sie bei der Diabetischen Makulopathie vorfinden, verursachen.

Wir untersuchen derzeit die Folgeerscheinungen dieser krankhaften Veränderung der Blutzellen und suchen nach therapeutischen Möglichkeiten. Erste klinische Untersuchungen werden derzeit mit einem Hemmstoff des Wachstumsfaktors VEGF durchgeführt. Seit November 2001 wird diese Studie in unserer Klinik wie auch in vielen internationalen Zentren durchgeführt.