Diabetische Retinopathie


Aufruf

Diabetes-Patienten für Studie gesucht
In einer neuen Studie wird beim diabetischen Makulaödem die Wirksamkeit von Lucentis mit bisherigen Laser-Therapien verglichen. Die Studie geht mit Behandlung und Kontrollen über zwei Jahre. Für weiter Information können sich interessierte Patienten direkt bei unserem Studienteam melden.

Tel: 0221-478 4308
Tel: 0221-478-88664 von 7:00 bis 17:00 Uhr
E-Mail: augenklinik-studien@uk-koeln.de

Dr. R. Hörster, PD Dr. S. Liakopolous, PD Dr. S. Fauser, Dr. T. Ristau, Prof. Dr. B. Kirchhof, Dr. Allakiarova, Dr. P. Müther, Sr. Agnes Baumann

Die Diabetische Retinopathie gehört in den westlichen Industrienationen zu den häufigsten Erblindungsursachen vor Erreichen des Rentenalters. Der Anteil der Patienten mit proliferativer Retinopathie ist bis heute trotz besserer Blutglukosekontrolle und frühzeitiger Lasertherapie nicht vollständig zurückgegangen. Die Diabetische Retinopathie schädigt die retinalen Blutgefäße in vielfältiger Weise: Neben pathologischen Kapillarverschlüssen findet man Gefäßleckagen, Blutungen und schließlich das Aussprossen abnormer Gefäßneubildungen in den Glaskörper. Unter Diabetischer Makulopathie versteht man eine Ödembildung im Bereich der Makula durch die gesteigerte Gefäßpermeabilität. Auch eine frühzeitige Laserbehandlung kann der Diabetischen Makulopathie nicht befriedigend vorbeugen.

Ziel unserer Untersuchungen ist es, das gestörte Gleichgewicht zwischen Wachstumsfaktoren und deren Inhibitoren bei der Diabetischen Retinopathie wiederherzustellen und damit neue, effektive Therapieformen zu gewinnen. Wir haben zeigen können, dass die weißen Blutzellen die Gefäßwandzellen bei der Diabetischen Retinpathie schädigen und dadurch eine Gefäßleckage, wie wir sie bei der Diabetischen Makulopathie finden, verursachen. Derzeit untersucht unsere Forschungsgruppe die Folgeerscheinungen dieser krankhaften Veränderung der Blutzellen und suchen nach therapeutischen Möglichkeiten. Erste klinische Untersuchungen werden derzeit mit einem Hemmstoff des Wachstumsfaktors VEGF durchgeführt. Seit November 2001 ist diese Studie in unserer Klinik wie auch in vielen internationalen Zentren verfügbar.