Direktor:
Univ.-Prof. Dr. med.
Bernd W. Böttiger

Tel. +49 0221 478-4807
Fax +49 0221 478-6093

Postanschrift:
Uniklinik Köln
50924 Köln

Akutschmerzdienst


Sehr geehrte Patienten,

herzlich willkommen auf den Internetseiten des Akutschmerzdienstes des Klinikums der Universität zu Köln. Bei Patienten mit chronischen oder anhaltenden Schmerzen findet eine enge Zusammenarbeit der Schmerzambulanz der Klinik für Anästhesiologie und Operativen Intensivmedizin statt. Diese Kooperation gewährleistet neben der kurzfristigen postoperativen Schmerztherapie auch Konzepte für eine langfristige Schmerzlinderung und Betreuung.

Warum ist Akutschmerztherapie so wichtig?

Schmerzen nach chirurgischen Eingriffen sind nicht nur unangenehm, sondern können den Erfolg einer Operation negativ beeinflussen. Daher ist es für uns wichtig, Ihnen postoperativ eine wirksame Schmerzbehandlung anzubieten. Die von uns angewandten speziellen Schmerztherapieverfahren führen bei sachgerechter Anwendung zur einer exzellenten Schmerzlinderung und ermöglichen somit eine rasche postoperative Mobilisation. Dies ist ein wichtiger Beitrag für einen positiven Krankheitsverlauf bzw. eine rasche Genesung. Darüber hinaus ermöglicht eine konsequent durchgeführte Akutschmerztherapie für Sie auch die Durchführung moderner chirurgischer Behandlungskonzepte und kann der Entstehung chronischer postoperativer Schmerzen vorbeugen.

Welche speziellen Schmerztherapieverfahren bieten wir an?

In der Klinik der Universität zu Köln werden alle bewährten Verfahren angewendet, z.B. die sog. PCA (patientenkontrollierte Analgesie) sowie alle Techniken der zentralen und peripheren Regionalanästhesie. Die PCA ermöglicht es Ihnen, sich selbst bei Bedarf ein hochwirksames Schmerzmittel mittels einer computergesteuerten Pumpe intravenös zu verabreichen. Die Verfahren der Regionalanästhesie mit örtlichen Betäubungsmitteln (Lokalanästhetika) haben sich seit langem zur Schmerzausschaltung während des chirurgischen Eingriffs bewährt und können nach der Einführung des Akutschmerzdienstes nun auch nach der Operation sicher und effektiv auf den Stationen verwendet werden. Sollte ein Regionalanästhesieverfahren bei Ihnen wegen der Art der Operation oder aus anderen medizinischen Gründen nicht möglich sein, kann eine gute Schmerzlinderung durch die PCA sichergestellt werden.

In welchen Abteilungen kommt der Akutschmerzdienst zum Einsatz?

Der Akutschmerzdienst betreut in der postoperativen Phase auf den Stationen der Kliniken für Allgemeinchirurgie, Herzchirurgie, Unfallchirurgie, Orthopädie und Gynäkologie alle Patienten, die im Rahmen der anästhesiologischen Betreuung mit einer PCA oder einem geeigneten Regionalanästhesieverfahren versorgt wurden. Hierbei kommen insbesondere sog. thorakale und lumbale Periduralkatheter zum Einsatz, bei denen Lokalanästhetika über einen Katheter in die Nähe des Rückenmarks platziert werden. Im Bereich der Kinderchirurgie haben sich insbesondere in der Orthopädie Kaudalkatheter zur anhaltenden postoperativen Schmerztherapie bewährt. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Bemühungen liegt derzeit auf dem Gebiet der kontinuierlichen peripheren Regionalanalgesie (Nervenblockaden an der oberen und unteren Extremität).

Wie ist der Akutschmerzdienst organisiert?

Der Akutschmerzdienst wird wochentags von einer eigens geschulten und nur für die postoperative Schmerztherapie zuständigen Fachkrankenschwester in Zusammenarbeit mit einem speziell für die Schmerztherapie qualifizierten Anästhesisten durchgeführt. Nachts sowie am Wochenende wird die Betreuung der Patienten durch die diensthabenden Anästhesisten fortgeführt. Darüber hinaus sind alle Mitarbeiter auf den betroffenen Stationen durch den Akutschmerzdienst geschult worden und dadurch in die Lage versetzt, eine vernünftige schmerztherapeutische Betreuung sicher zu stellen. Eine regelmäßige Fortbildung des Stationspersonals ist Bestandteil der engen Zusammenarbeit mit dem Akutschmerzdienst. In Befragungen, die regelmäßig vom Akutschmerzdienst durchgeführt werden, zeigte sich eine hohe Patientenzufriedenheit, die nicht nur durch die effektive Kontrolle der postoperativen Schmerzen, sondern auch durch die engmaschige und intensive Betreuung durch das Personal des Klinikums zu erklären ist.